Clear Night Filter
Das grösste Problem der Nachtfotografie ist selten die Dunkelheit, sondern das falsche Licht: Die Lichtglocke der Städte legt einen orangen Schleier über den Nachthimmel. Genau dagegen arbeitet der Clear Night Filter. Hier findest du die NanoPro Clear-Night-Filter von Haida als Schraubfilter, magnetisch und als Steckfilter für 100 und 150 mm.
Was der Filter macht
Strassenbeleuchtung strahlt nicht über das ganze Spektrum, sondern vor allem in schmalen Bändern, klassisch das gelb-orange Licht von Natriumdampflampen. Der Clear Night Filter dämpft genau diese Wellenlängen und lässt den Rest weitgehend durch. Der Nachthimmel verliert dadurch den orangen Stich und wird wieder neutral bis bläulich, Sterne treten deutlicher hervor.
Wann er hilft
Am stärksten wirkt er dort, wo die Lichtglocke einer Stadt am Horizont steht, du selbst aber ausserhalb bist. Für Milchstrassenaufnahmen aus der Nähe von Ortschaften, für Nachtlandschaften mit beleuchteten Dörfern im Bild und für Astrofotografie im Mittelland ist er ein spürbarer Gewinn. Unter wirklich dunklem Himmel im Hochgebirge brauchst du ihn dagegen nicht, dort gibt es kein Störlicht zu filtern.
Wo seine Grenzen liegen
Moderne LED-Strassenbeleuchtung strahlt breitbandig, also über das ganze Spektrum. Gegen sie kann ein Filter, der auf schmale Bänder ausgelegt ist, naturgemäss weniger ausrichten als gegen die alten Natriumdampflampen. Der Effekt fällt in Gegenden mit neuer LED-Beleuchtung deshalb geringer aus. Und er ersetzt keinen dunklen Standort: Ein Filter macht aus einem Stadthimmel keinen Alpenhimmel.
Praktisches
Der Filter kostet etwas Licht, was bei ohnehin langen Belichtungen kaum ins Gewicht fällt. Weil er die Farbbalance verschiebt, arbeitest du im RAW-Format und setzt den Weissabgleich in der Bearbeitung. Als Steckfilter für 100 und 150 mm passt er in die Haida-Halter, die magnetische Variante wechselt schnell, was mit kalten Fingern in der Nacht ein echter Vorteil ist.





