Stative und Einbeinstative
Das Stativ ist die Voraussetzung für alles, was länger dauert als ein Augenblick. Hier findest du Dreibeinstative für Landschaft und Langzeitbelichtung, kompakte Reisestative fürs Handgepäck und Einbeinstative für lange Brennweiten, in Carbon und Aluminium.
Das passende Stativ wählen
Ein Stativ kauft man selten zweimal, wenn man beim ersten Mal auf die richtigen Punkte achtet. Vier Kriterien entscheiden.
Arbeitshöhe statt Maximalhöhe
Die beworbene Maximalhöhe schliesst meist die ausgefahrene Mittelsäule ein, und die ist der wackeligste Teil am ganzen Stativ. Die Zahl, auf die es ankommt, ist die Höhe ohne Mittelsäule. Erreicht das Stativ so deine Augenhöhe, arbeitest du aufrecht und musst dich nicht den ganzen Tag bücken. Alles andere ist auf Dauer anstrengend.
Carbon oder Aluminium
Carbon dämpft Schwingungen besser, wiegt rund ein Drittel weniger und ist im Winter angenehmer in der Hand, weil es keine Kälte leitet. Aluminium ist robuster gegenüber Schlägen und deutlich günstiger. Die Faustregel: Wer das Stativ trägt, nimmt Carbon. Wer es aus dem Auto zum Set stellt, spart mit Aluminium.
Beinsegmente und Verschlüsse
Drei Segmente sind stabiler, vier packen kleiner. Je mehr Segmente, desto dünner das unterste Bein und desto mehr Schwingung. Für Reisen sind vier bis fünf Segmente der Kompromiss, für maximale Stabilität nimmst du drei. Bei den Verschlüssen sind Drehverschlüsse schlanker und lassen sich alle auf einmal öffnen, Klappverschlüsse gehen schneller und man sieht auf einen Blick, ob alles zu ist. Beides funktioniert, das ist Geschmackssache.
Tragkraft mit Reserve
Rechne dein schwerstes Setup zusammen, Kamera plus längstes Objektiv plus Kopf, und nimm deutlich Reserve. Ein Stativ am Limit steht zwar, schwingt aber bei jedem Windstoss und jeder Berührung. Für Belichtungszeiten von mehreren Sekunden ist das der Unterschied zwischen scharf und unbrauchbar. Viele Stative haben unten einen Haken für Gegengewicht, die Fototasche daran beruhigt den Aufbau merklich.
Einbeinstativ
Ein Einbein steht nicht allein, es stützt. Es nimmt das Gewicht von Kamera und Teleobjektiv von den Armen und gewinnt zwei bis drei Blendenstufen an ruhiger Belichtungszeit, bleibt dabei aber beweglich. An Sportanlässen, im Zoo und überall dort, wo Dreibeine zu sperrig oder nicht erlaubt sind, ist es die praktische Lösung. Den passenden Kopf findest du unter Köpfe für Stative.
























