Fotostudio Zubehör & Studioequipment
Hier findest du alles, was du für ein professionelles Fotostudio brauchst – von Studioleuchten und Softboxen über Hintergrundsysteme bis zu Lampenstative und Bowens-kompatiblem Zubehör. Das Sortiment umfasst bewährte Marken wie Godox, Jinbei und Sunbounce und eignet sich sowohl für den Einstieg als auch für anspruchsvolle Studio-Setups. Ob Portraitfotografie, Produktfotografie, Video oder Social Media Content – hier findest du das passende Studioequipment für dein Vorhaben.
Licht formen: Softbox, Beauty Dish und Schirm
Die Lichtquelle liefert die Energie, den Charakter des Lichts bestimmt der Lichtformer. Dabei gilt eine einzige physikalische Regel, aus der sich fast alles ableiten lässt: Je grösser die Lichtfläche im Verhältnis zum Motiv und je näher sie steht, desto weicher das Licht. Weiches Licht bedeutet fliessende Übergänge zwischen Licht und Schatten, hartes Licht klare Kanten.
Softbox: der Allrounder
Eine Softbox verwandelt den Blitz in eine grosse, gleichmässige Fläche. Das Licht bleibt dabei kontrolliert, weil die schwarzen Aussenwände verhindern, dass es unkontrolliert in den Raum streut. Genau das macht sie im kleinen Raum zur ersten Wahl: Du bestimmst, was Licht bekommt und was nicht.
Die Form wirkt sich auf das Ergebnis aus. Eine rechteckige Softbox erzeugt einen länglichen Reflex in den Augen und eignet sich gut, um seitlich als Fensterlicht zu wirken. Eine Octabox ist achteckig und kommt der runden Form einer natürlichen Lichtquelle näher, ihr Reflex im Auge wirkt dadurch natürlicher. Für Portraits ist eine Octabox ab etwa 90 cm ein verlässlicher Startpunkt. Eine Striplight ist schmal und lang, sie zeichnet Konturen nach und wird gern als Kantenlicht von hinten eingesetzt.
Ein Grid oder Wabe vor der Softbox bündelt das Licht zusätzlich und verhindert, dass es auf den Hintergrund fällt. Ohne Grid leuchtest du den Raum mit, mit Grid nur dein Motiv. Sobald der Hintergrund dunkel bleiben soll, ist das der entscheidende Unterschied.
Beauty Dish: zwischen hart und weich
Der Beauty Dish ist ein flacher, runder Reflektor mit einem Deflektor in der Mitte, der den direkten Strahl abfängt und das Licht nach aussen an die Schale wirft. Das Ergebnis liegt bewusst zwischen den Welten: weicher als ein blanker Reflektor, aber deutlich definierter als eine Softbox. Er zeichnet Wangenknochen und Kieferlinie nach und gibt der Haut Struktur, statt sie glattzubügeln.
Der Unterschied zur Softbox in einem Satz: Die Softbox schmeichelt und verzeiht, der Beauty Dish modelliert und zeigt. Für Beauty- und Charakterportraits, bei denen Struktur erwünscht ist, ist er die richtige Wahl. Bei Haut, die weich wirken soll, greifst du zur Softbox. Silber innen gibt mehr Kontrast und Brillanz, Weiss innen ein sanfteres Ergebnis. Ein Diffusor auf dem Dish nimmt die Spitze, ein Grid engt den Bereich ein.
Schirm: schnell und günstig
Ein Schirm ist in Sekunden aufgespannt und kostet wenig. Durchlichtschirme werden durchleuchtet und liefern sehr weiches, aber nach allen Seiten streuendes Licht. Reflexschirme werfen das Licht zurück und arbeiten etwas gerichteter. Der Nachteil gegenüber der Softbox ist genau diese Streuung: In einem kleinen Raum mit hellen Wänden hellt der Schirm alles auf, auch den Hintergrund. Wenn Kontrolle gefragt ist, ist die Softbox überlegen, wenn Tempo und Preis zählen, der Schirm.
Licht richtig aufstellen
Als Ausgangspunkt für ein Portrait: Hauptlicht seitlich in etwa 45 Grad zur Person und leicht von oben, ungefähr auf Augenhöhe geneigt. Auf der Gegenseite ein Faltreflektor, der die Schatten so weit aufhellt, wie du es möchtest. Das ist bereits ein vollständiges Setup, und mehr braucht es für gute Portraits oft nicht. Wichtiger als ein zweites Licht ist der Abstand: Rücke die Softbox näher heran, wenn das Licht weicher werden soll, und weiter weg, wenn es definierter werden darf.
Ein Faltreflektor ist dabei das meistunterschätzte Werkzeug im Studio. Weiss hellt dezent auf, Silber gibt mehr Brillanz, Gold wärmt, und die schwarze Seite nimmt Licht weg statt es zu geben. Gerade das gezielte Abschatten mit Schwarz bringt bei Produktaufnahmen die Kanten zurück.
Hintergrund
Ein Hintergrundsystem aus zwei Stativen und einer Querstange hält Papier-, Stoff- oder Vinylhintergründe. Papier liefert die gleichmässigste Fläche und lässt sich bei Verschmutzung einfach abschneiden, Stoff ist transportabel, knittert aber. Wichtig ist der Abstand: Steht die Person zu nah am Hintergrund, fällt Licht darauf und es entstehen Schatten. Mit zwei Metern Abstand kannst du den Hintergrund unabhängig ausleuchten oder ihn im Dunkeln lassen. Für Freisteller ist ein Greenscreen die Alternative, verlangt aber eine gleichmässige, faltenfreie Ausleuchtung, sonst wird der Key unsauber. Passende Stative dazu findest du unter Kamerastativ.
























