Variabler ND-Filter
Ein variabler ND deckt einen ganzen Stärkebereich in einem einzigen Filter ab: Du drehst am Ring und regelst die Lichtmenge stufenlos, statt Filter zu wechseln. Hier findest du variable ND-Filter von Haida, auch als wechselbare Variante und in Kombination mit einem Polfilter.
Wann sich ein variabler ND lohnt
Der Vorteil ist Tempo, der Preis ist optischer Kompromiss. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was du machst.
Beim Filmen fast unverzichtbar
Im Video ist die Belichtungszeit an die Bildrate gebunden, üblicherweise auf den doppelten Kehrwert, also 1/50 s bei 25 Bildern. Diese Zeit darfst du nicht ändern, sonst sieht die Bewegung falsch aus. Die Blende willst du oft ebenfalls festhalten, weil sie die Schärfentiefe bestimmt. Damit bleibt als einzige Stellschraube für die Belichtung der Filter. Zieht eine Wolke vor die Sonne, drehst du am Ring, statt die Einstellung zu ändern. Deshalb hat praktisch jeder, der ernsthaft filmt, einen variablen ND auf dem Objektiv.
Beim Fotografieren selten nötig
In der Fotografie kannst du Zeit und Blende frei wählen. Ein fester ND-Filter ist dort optisch sauberer und günstiger. Sinnvoll wird der variable ND, wenn du bei Sonne mit offener Blende und Blitz arbeitest oder bei einem Sonnenuntergang mehrfach die Stärke anpasst, ohne Zeit zum Filterwechseln zu haben.
Worauf du achten musst
Ein variabler ND besteht aus zwei Polfiltern, die gegeneinander verdreht werden. Daraus ergeben sich zwei bekannte Effekte. Erstens: Wird der Filter über seinen Bereich hinaus gedreht, erscheint ein dunkles Kreuz im Bild. Gute Modelle haben deshalb mechanische Anschläge an beiden Enden, achte darauf. Zweitens: Bei Superweitwinkeln kann die Abdunklung über das Bild ungleichmässig ausfallen, aus demselben Grund wie beim Polfilter.
Ein zweiter Punkt ist der Bereich. Filter mit sehr grosser Spanne, etwa 1 bis 8 Blenden, sind an den Extremen am schwächsten. Modelle mit engerem Bereich oder mit wechselbaren Elementen für einen schwachen und einen starken Bereich liefern über den ganzen Weg gleichmässigere Ergebnisse.
Kombiniert mit Polfilter
Weil ein variabler ND ohnehin aus Polfiltern besteht, gibt es Modelle, die beides in einem vereinen: Polarisation und Lichtdämpfung, getrennt einstellbar. Das spart einen Filter im Stapel und damit Vignettierungsrisiko. Mehr zur Polarisation unter Polfilter.



