Polfilter zum Aufschrauben
Der Polfilter ist der einzige Filter, dessen Wirkung sich nachträglich nicht simulieren lässt. Er entfernt Spiegelungen auf Wasser, Glas und Laub, macht Farben satter und den Himmel tiefer. Hier findest du zirkulare Polfilter von Haida zum Aufschrauben, dazu Kombinationen aus Polfilter und variablem ND-Filter in einem.
Den Polfilter richtig einsetzen
Ein Polfilter wirkt nicht überall gleich. Wer weiss, wann er wirkt, holt deutlich mehr heraus.
Der richtige Winkel
Die Wirkung ist am stärksten, wenn du im rechten Winkel zur Sonne fotografierst, also die Sonne seitlich steht. Direkt in Richtung Sonne oder mit der Sonne im Rücken passiert dagegen fast nichts. Eine einfache Kontrolle: Strecke den Daumen aus und zeige mit dem Zeigefinger auf die Sonne. Dorthin, wohin der Daumen zeigt, wirkt der Filter am stärksten.
Drehen, bis es passt
Anders als andere Filter wird der Polfilter nach dem Aufschrauben gedreht. Schau dabei durch den Sucher oder aufs Display: Die Spiegelung auf dem Wasser verschwindet an einem bestimmten Punkt und kommt beim Weiterdrehen zurück. Wichtig ist, dass du bei jedem Bildwechsel neu einstellst, denn mit der Blickrichtung ändert sich die Wirkung. Ein Polfilter, den man einmal einstellt und dann vergisst, bringt nichts.
Ein Hinweis für die Praxis: Wenn du gleichzeitig eine Gegenlichtblende aufgesetzt hast, kommst du kaum noch an den Filterring. Viele Blenden haben dafür ein kleines Fenster mit Schiebedeckel.
Wann du ihn wieder abnehmen solltest
Bei Superweitwinkeln kann der Himmel ungleichmässig abgedunkelt werden, weil der Winkel zur Sonne über das Bild hinweg zu stark variiert. Das Ergebnis ist ein dunkler Fleck im Blau, der sich kaum korrigieren lässt. Ab etwa 16 bis 20 mm Brennweite an Vollformat lohnt deshalb der Blick, ob es ohne besser aussieht. Zweiter Punkt: Der Filter schluckt ein bis zwei Blendenstufen. Bei wenig Licht oder wenn du eine kurze Belichtungszeit brauchst, nimm ihn ab.
Und ein dritter, der oft übersehen wird: Der Polfilter entfernt auch die Reflexe, die ein Bild lebendig machen. Nasses Laub ohne jeden Glanz wirkt flach. Die volle Wirkung ist nicht immer die beste, oft ist die Hälfte richtig.
Zirkular, nicht linear
Kaufe einen zirkularen Polfilter, meist mit CPL bezeichnet. Lineare Polfilter stören bei modernen Kameras Autofokus und Belichtungsmessung. Für Video und alles, wo du gleichzeitig Licht schlucken willst, gibt es Kombinationen aus Polfilter und variablem ND in einem Filter. Das hält den Stapel vor dem Objektiv niedrig und spart einen Wechsel.
Grösse und Handhabung
Der Durchmesser steht auf der Frontseite deines Objektivs hinter dem Zeichen ø. Kaufe den Filter im grössten Durchmesser, den du brauchst, und adaptiere ihn mit Step-Up-Ringen an die kleineren Objektive. Wer den Polfilter oft ab- und wieder aufsetzt, ist mit einer magnetischen Variante schneller: Der Adapterring bleibt im Gewinde, der Filter hält magnetisch. Wenn du bereits mit einem Filterhalter arbeitest, findest du den passenden Steck-Polfilter unter Polfilter Haida System.



