Steckfilter und Filtersysteme
Sobald du mehrere Filter kombinieren willst oder dein Objektiv gar kein Filtergewinde hat, führt kein Weg an einem Filtersystem vorbei. Hier findest du rechteckige Steckfilter von Haida in 100 mm und 150 mm, Rücklinsenfilter zur Montage im Bajonett, Video-Filter im 4×5.65-Format für die Matte Box sowie das passende Zubehör.
Welches Filtersystem passt zu deinen Objektiven?
Steckfilter werden nicht aufgeschraubt, sondern in einen Halter geschoben. Daraus ergeben sich drei Vorteile: Du kannst mehrere Filter gleichzeitig nutzen, du kannst einen Verlaufsfilter zur Horizontlinie verschieben, und du brauchst pro Filter nur ein Exemplar für alle Objektive.
100 mm oder 150 mm?
Die Zahl gibt die Breite des Filters an und richtet sich nach deinem grössten Objektiv, nicht nach dem Geschmack.
100 mm ist der verbreitete Standard und deckt praktisch alle normalen Weitwinkel- und Zoomobjektive bis etwa 82 mm Filtergewinde ab. Wenn nichts dagegen spricht, ist das die richtige Wahl: Das System ist leichter, günstiger und die Auswahl am grössten.
150 mm brauchst du für Superweitwinkel mit gewölbter Frontlinse und fest verbauter Gegenlichtblende, etwa ein Sigma 14 mm oder ein Nikon 14–24 mm. Bei diesen Objektiven würde ein 100er Halter im Bild erscheinen. Das System ist entsprechend gross, schwer und teuer, aber bei diesen Objektiven alternativlos.
Die Stärke wird bei Steckfiltern als Dichte angegeben: ND0.9 sind 3 Blenden, ND1.8 sind 6 und ND3.0 sind 10. Sets mit mehreren Stärken decken den ganzen Bereich ab.
Rücklinsenfilter: die Lösung für Superweitwinkel
Manche Objektive haben vorn schlicht keinen Platz für einen Filter, weil die Frontlinse gewölbt ist und die Blende fest angebaut. Die Antwort darauf ist der Rücklinsenfilter: Ein dünner Halter kommt hinten ins Bajonett, zwischen Objektiv und Kamera, und nimmt dort einen kleinen Filter auf.
Der Vorteil liegt auf der Hand: kein 150-mm-System, das ein Kilo wiegt und mehr kostet als das Objektiv. Ein Halter und ein paar kleine Filter ersetzen den ganzen Aufbau. Die Halter sind allerdings objektivspezifisch, es gibt sie unter anderem für Sony 14 mm GM, Sony FE 12–24 mm, Nikon Z 14–24 mm, Sigma 14 mm Art und Tamron SP 15–30 mm. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Objektiv dabei ist. Neben ND-Filtern gibt es auch Clear-Night-Filter gegen die Lichtglocke der Städte und Mist-Black-Filter für die weiche Zeichnung von Glanzlichtern.
Video-Filter für die Matte Box
Beim Film läuft es über dasselbe Prinzip, nur in einem anderen Format. Der Standard ist 4×5.65 Zoll, wie er in jede gängige Matte Box passt. Die V-Pro-Serie von Haida liefert ND-Filter in diesem Format, ausgelegt auf gleichbleibende Farben über alle Stärken hinweg, damit beim Wechsel im Dreh kein Sprung im Bild entsteht.
Wann du kein System brauchst
Wenn du nur einen ND-Filter aufschrauben und Langzeitbelichtungen machen willst, ist ein System überdimensioniert. Ein Schraub-ND-Filter mit ein paar Step-Up-Ringen kostet einen Bruchteil und passt in die Jackentasche. Der Halter lohnt sich, sobald du Verlaufsfilter einsetzt, mehrere Filter kombinierst oder Objektive ohne Frontgewinde hast.
























